Neben Verdampfern für die dem Propan ähnlichen Flüssiggase wie Butan, Propylen, Butadien und DME sowie für Ammoniak umfasst unser Produktspektrum auch Geräte und Anlagen zum Verdampfen von Sondergasen wie Schwefeldioxid, Chlor und CO₂ sowie von Methanol und weiteren Medien.
Diese Geräte bauen wir nicht serienmäßig, sondern als Sonderausführung nach Kundenwunsch. Je nach physikalischen und korrosiven Eigenschaften des Mediums sowie den Anforderungen an die Anlage konstruieren wir geeignete Lösungen für fast jeden Wunsch. Die Geräte basieren auf denselben Bauarten wie unsere Propan- und Ammoniakverdampfer und werden in Druckstufe, Werkstoffen, Dichtungen und Sicherheitseinrichtungen auf das jeweilige Medium abgestimmt. Je nach Fall führen wir für Sondermodelle eine eigene Konformitätsbewertung nach Modul B + F oder eine Einzelprüfung nach Modul G durch. Luftbeheizte Verdampfer für tiefkalte Gase wie Sauerstoff, Stickstoff oder Argon bieten wir nicht an (warum?).
- Butan
- Propylen
- Butadien
- DME / rDME
- Schwefeldioxid (SO₂)
- Chlor
- Kohlendioxid (CO₂)
- Methanol
Methanolverdampfer Typ ETM
- Typ
- ETM
- Medium
- Methanol
- Beheizung
- indirekt elektrisch
- Leistung
- 2–12 l/h (≈ 1,6–9,5 kg/h)
- Ex-Schutz
- keine Ex-Ausführung
- Auslegung
- Druck, Gastemperatur und Ausführung auf Anfrage
Methanol ist bei Umgebungsbedingungen flüssig und siedet bei Atmosphärendruck erst bei 64,7 °C. Anders als bei Propan oder Ammoniak handelt es sich bei Methanol um einen Alkohol, somit fehlt ein Gasdruck, der das Medium von selbst zum Verbraucher drückt. Wird Methanol gasförmig benötigt, muss es in einem beheizten Verdampfer über seine Siedetemperatur beim jeweiligen Betriebsdruck erwärmt werden. Damit der Dampf auf dem Weg zum Verbraucher nicht wieder kondensiert, bringen wir ihn auf eine definierte Temperatur oberhalb der Siedetemperatur; die Leitung zum Verbraucher sollte zudem kurz, gedämmt oder beheizt sein.
Für kleine Durchsätze und die in der Wärmebehandlung notwendigen hohen Temperaturen bieten wir den Methanolverdampfer Typ ETM an. Er wird indirekt elektrisch beheizt und ist für 2 bis 12 Liter Methanol pro Stunde ausgelegt, das entspricht rund 1,6 bis 9,5 kg/h.
Gasförmiges Methanol wird zum Beispiel in der Wärmebehandlung von Stahl eingesetzt. Beim Stickstoff-Methanol-Verfahren spaltet sich Methanol im heißen Ofen in Kohlenmonoxid und Wasserstoff und bildet mit Stickstoff eine Schutzgasatmosphäre. Das Methanol kann dabei vorverdampft zugeführt werden.
Methanol ist leicht entzündbar und giftig. Werkstoffe und Sicherheitseinrichtungen legen wir deshalb auf das Medium und die Bedingungen am Aufstellort aus. Da die Geräte für den Betrieb in direkter Ofennähe vorgesehen sind, ist eine Ex-Ausführung nicht vorgesehen. Nennen Sie uns den benötigten Durchsatz in l/h oder kg/h, den Ausgangsdruck, die gewünschte Gastemperatur und die Bedingungen am Aufstellort, dann legen wir den passenden Verdampfer für Sie aus.